Eine in den Produktbeschreibungen oft genannte Größe zur Beurteilung des Reflexionsverhaltens einer Bildwand ist der Gain-Faktor, der dem Leuchtdichtefaktor gemäß dem Deutschen Institut für Normung (DIN) entspricht. Gemäß der DIN 19045-4 ist dieser Faktor ein Maß für den Wirkungsgrad einer Bildwandprobe im Vergleich zu einem Referenzbildwand (Weißstandard, Magnesiumcarbonat (MGCO3)), der durch eine vollkommen streuende und reflektierende weiße Fläche gegeben ist. Ist dieser Quotient 1, so verhalten sich die Bildwandflächen identisch. Das reflektierte Licht hat dann an Intensität nicht verloren. Die Messanordnung sieht vor, dass der projizierte Strahl senkrecht auf die Mitte der Fläche (On-Axis) fällt und von dort auch wieder senkrecht reflektiert wird.

Ist der (Gain-)Faktor größer 1, so wird das Licht in eine Vorzugsrichtung projiziert, bei einem Gain kleiner 1 wird Licht absorbiert. Der Sinn dahinter ist die Verbesserung des Kontrastverhältnisses.

Der Gain-Faktor ist richtungsabhängig, was bedeutet, dass je größer Winkel von der Mittelsenkrechten abweicht, desto geringer wird die Intensität. Als Anhaltspunkt für noch gute Sichtverhältnisse kann der Winkel angesehen werden, an dem der Gainfaktor auf die Hälfte seines Wertes abgefallen ist (Grenzwinkel, Schrägbetrachtungswinkel).

Der Gain-Faktor ist nicht unumstritten, wenn er als Qualitätskriterium für eine Bildwand herangezogen wird. Er sagt nämlich nichts über die Farbwiedergabe, die Abbildungsschärfe oder das Hot-Spot-Verhalten aus.

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