Bildwände (auch Projektionswände genannt) umfassend zu charakterisieren ist ziemlich komplex, weil sich der Bogen von einer kleinen Tisch-Bildwand bis hin zu großformatigen Kino-Bildwänden mit gekrümmten Flächen spannen lässt. Dazwischen gibt es zahlreiche Varianten, die für unterschiedlichste Anwendungsfälle geschaffen wurden.

Grundsätzlich kann man Bildwände in statische und mobile Bildwände unterscheiden. Statische Bildwände sind für Festinstallationen vorgesehen, während mobile Bildwände dafür geeignet sind, flexibel an unterschiedlichen Orten eingesetzt zu werden. Mobile Bildwände gibt es als:

  • Stativ-Bildwand
  • Spring-Bildwand
  • Tisch-Bildwand
  • Rahmen-Bildwand

Die wichtigsten Kriterien, nach denen eine Bildwand zu beurteilen ist, sind das Bildwandtuch und die Bildwandmechanik (Screen Case).

 

Die Bildwand-Mechanik

Die Mechanik ist besonders bei Roll-Bildwänden und bei Spring-Bildwänden von Bedeutung. Bei ihr kommt es auf das Gehäuse, die Wickelwelle und die Wellenaufhängung an. Je nach Tuchgröße muss das Gehäuse stabil und verwindungssteif sein, damit die Wickelwelle gleichmäßig auf- und ablaufen kann. Die Lager der Welle müssen exakt ausgerichtet sein, ansonsten entstehen Rundlauftoleranzen, die zu Tuchverwerfungen und zur  Faltenbildung führen können. Ähnliches passiert, wenn die Wickelwelle zu schwach dimensioniert ist. Sie biegt sich durch und führt zum so genannten Tannenbaumeffekt. Dieser Effekt schädigt die Bildwand und verschlechtert die Reflexionseigenschaften.

Ein weiteres Problem könnten die Elektromotoren bei größeren Bildwänden sein. Sie beanspruchen die Mechanik zusätzlich durch Antriebsmomente und können zusätzlich noch störende Laufgeräusche verursachen.

 

Das Bildwandtuch

Das Material des Bildwandtuches besteht aus einem Trägermaterial und einer Reflexionsschicht. Je nach Verwendungszweck und Einsatzort werden unterschiedliche Tücher eingesetzt. Sie müssen entsprechende Reflexionseigenschaften haben und hinsichtlich der Umgebungsbedingungen witterungsbeständig, temperaturunempfindlich und robust gegen mechanische Beanspruchung sein.

Das Trägermaterial kann gewebefaserverstärkt oder elastisch sein. Bei der Verstärkung wird bei einem Prozess eine Glasfasergewebematte in die Trägerschicht eingearbeitet. Verstärktes Trägermaterial befindet sich bei Roll- und Spring-Bildwänden.

Elastische Bildwände bestehen meistens aus Vinylkunststofffolien, die nach allen Seiten gleichmäßig dehnbar seinen sollten. Nach dem Ausspannen erhalten sie dann ihre optimale Planlage. Sie müssen sich zusammenfalten lassen, ohne dass Knicke oder Falten gebildet werden. Sie werden bei Rahmen- und Spann-Bildwänden eingesetzt.

Für Bildwände, die in öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen eingesetzt werden, gelten die Vorschriften für schwere Entflammbarkeit (DIN 4102) und Alterungsbeständigkeit. Weiter gelten die Vorschriften der Versammlungsstättenverordnung und der Bauordnung.

 

Rückprojektionsscheiben

Rückprojektionsscheiben sind ein spezielle Variante von Bildwänden. Die sind transmissiv, lassen als das durch. Aufgrund eines speziellen Schliffes lässt sich das Licht in seiner Ausbreitung beeinflussen.

 

 

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