Neuer Videowürfel in der Schalke-Arena

Hisense Videowürfel in der Schalke-Arena
Die Veltins-Arena hat einen neuen Blickfänger: den Hisense Videowürfel (Bild: MediaScript)

Die Schalke-Arena in Gelsenkirchen feierte in diesen Tagen ihren 15. Geburtstag. Grund genug für die Erneuerung des Videowürfels. Zwar nicht direkt als Geschenk, doch als spektakuläre Inszenierung des Sponsors Hisense.

Die Veltins-Arena ist nicht nur Heimstätte und Fußball-Tempel des FC Schalke 04, sie ist vielmehr eine Multifunktionsarena, ist der Konzerte, Autorennen oder Ski-Wettbewerbe stattfinden. Deshalb ist eine Informationstafel, die vom Publikum von allen Seiten gut einsehbar ist zwingend notwendig. Das ist heute so und war schon vor 15 Jahren bei der Eröffnung so.

Schon damals: Das Maß aller Dinge in Europa

Der alte Philips-Würfel
Der Philips Videowürfel war noch im Look eines TV-Gerätes

Der Videowürfel war schon vor 15 Jahren das Highlight des Stadions und galt als der größte Videowürfel Europas. Damals hieß der Sponsor Philips, der heute namentlich aus der Branche verschwunden ist. Die Auflösung damals betrug 320 x 224 Bildpunkte, und das Design war dem eines Philips-TV-Gerätes nachempfunden. Das Format entsprach nicht ganz 4:3, und man gab sich mit einem Betrachtungswinkel von 160° zufrieden. Das war völlig ausreichend, denn über vier Seiten des Würfel konnten alle Zuschauer die Informationen auf der Anzeigetafel sehen. Eingesetzt wurden damals Philips Alfresco Delta 22 LED-Module.

Statik als Herausforderung

Das Besondere waren schon damals die Abmessungen und das Gewicht des Würfels. Gemessen wurden 35 m² (7,04 x 4,93 m) pro Seite. Dadurch ergab sich eine Bilddiagonale von 8,55 m. Der Würfel hing 26 m über dem Spielfeld und wurde bislang nur von Oliver Kahn getroffen. Die Konstruktion durfte nicht mehr als 32 Tonnen wiegen, wobei elf Tonnen für die Haltekonstruktion vorgesehen waren und neun Tonnen für die Bildschirme. Je drei Tonnen nahmen die Aufhängung, Kabel und Fassade in Anspruch. Drei Mobilkräne wurden aufgefahren, um den Würfel aufhängen zu können. Zuvor mussten zehn Lastwagen den Würfel aus dem niederländischen Eindhoven nach Gelsenkirchen transportieren. Fertig angeschlossen, leistete er über Jahre wertvolle Dienste, indem er Spielstände, Interviews, Wiederholungen oder auch Werbetrailer anzeigte.

Hisense ist Sponsor des Würfels in der Schalke-Arena

Spektakuläre Erföffnung
15 Minuten vor Spielbeginn gegen Athletic Bilbao wurde der neue Videowürfel eingeweiht.
(Bild: MediaScript)

Seit drei Jahren ist das chinesische Unternehmen Hisense Sponsor des FC Schalke 04. Mehr als 200 Displays mit UHD-Auflösung säumen die Gänge der Arena und des Fanshops, um das Publikum jederzeit und überall zu informieren. Aber im Mittelpunkt – im wahrsten Sinn des Wortes – steht bzw. hängt der neue Videowürfel hoch über dem Mittelpunkt des Fußballfeldes. Der Videowürfel wurde rechtzeitig zur neuen Spielzeit feierlich am 14.08.2016 in Betrieb genommen, dem offiziellen Saisoneröffnungstag von Schalke 04. Da man sich in Gelsenkirchen traditionsgemäß nicht über Zuschauerandrang beklagen kann – es kamen 100.000 zur Saisoneröffnung – konnten nicht weniger als 42.000 Zuschauer den Würfel beim Freundschaftsspiel des FC Schalke 04 gegen Athletic Bilbao bewundern.

„Schon seit der Saison 2014/15 sind wir im Stadion unseres Partners FC Schalke 04 auf verschiedenen Werbeflächen stark präsent, unter anderem auch auf dem bisher verwendeten Videowürfel. Dadurch konnten wir die Bekanntheit der Marke Hisense in Deutschland bereits erheblich steigern. Wir freuen uns, den Stadiongästen ab der kommenden Saison mit dem neuen Videowürfel ein noch besseres visuelles Erlebnis bieten zu können, das der Top-Bildqualität, die wir mit unseren UHD-TVs liefern, voll gerecht wird. Für uns ist dies ein wichtiger Schritt, um im Rahmen der Premium-Partnerschaft die technische Expertise von Hisense und die einmalige Stadionatmosphäre der VELTINS-Arena noch enger zu verbinden.“
Morris Luo, General Manager Hisense Germany

Mehr als 10-mal höhere Auflösung

Spielstand
Zeigt nicht nur die Spielstände in bestechender Qualität (Bild: MediaScript)

Auf mehr als 300 m² verteilt – auf vier Seiten des Würfels, mit jeweils 10,6 x 7,2 m – ist die Anzeigefläche mehr als doppelt so groß wie die des Vorgängers. Die Auflösung des Cubes beträgt jetzt 1060 x 720 Pixel. Insgesamt ist sie mehr als 10-mal so hoch wie vorher. Für das Publikum bedeutet das, dass die Spielinformationen und das Halbzeitentertainment in gestochen scharfen Bildern angezeigt werden können.

„Wir freuen uns, mit der Expertise von Hisense ab der neuen Saison eine neue Dimension der Bildqualität auf den riesigen Flächen des Würfels im Innenraum der VELTINS-Arena präsentieren zu können. Ein Mehrwert für jeden Stadionbesucher ist garantiert.“
Alexander Jobst, Marketingvorstand des FC Schalke 04

 Warum nicht HD?

Manchen Lesern wird aufgefallen sein, dass in Zeiten von Full HD- und UHD-Auflösungen, die im Home-TV Markt mittlerweile zum Standard werden, die Auflösung des Videowürfels „nur“ 1060 x 720 Pixel beträgt. Das hat zwei Gründe: Erstens ist die Entfernung des Publikums zum Würfel so groß, dass das menschliche Auge die Unterschiede benachbarter Pixel nicht mehr erkennen kann. Der Würfel hängt in 26 m Höhe, und der Abstand zum Publikum beträgt ein Mehrfaches davon, abhängig vom Sitz- oder Stehplatz. Das heißt, wenn der Würfel bei diesen Abmessungen HD-Auflösung hätte und auch mit HD-Content bespielt würde, dann würde man die feinen Strukturen trotzdem nicht wahrnehmen können. Die höhere Investition wäre überflüssig.

Wenn zweitens eine HD-Auflösung gewünscht wäre bei gleichem Pixelabstand (10 mm), so hätte man eine Konstruktion benötigt, die fast doppelt so breit und nochmal um die Hälfte höher hätte sein müssen. Das wäre einerseits statisch nicht einzuhalten gewesen (Limit 32 t) und andererseits wäre ein Spielbetrieb nur noch eingeschränkt möglich, da der Würfel zu tief über dem Spielfeld hinge. Ferner hätte sich das Investitionsvolumen explosionsartig erhöht – es beträgt jetzt schon rund 1 Millionen Euro.

Kooperationspartner LEDCON

Hisense baute den Videowürfel nicht selbst, sondern beauftragte das Unternehmen LEDCON zur Realisation des Projektes. Die Planung begann vor rund anderthalb Jahren und erst im November 2016 wurden die letzten Abnahmen ausgeübt. Die Gesamtfläche des Videowürfels besteht aus 216 LEDCON UPix Modulen mit einem Pixelpitch von 10 mm und einer Gesamtauflösung von 1060 x 720 Pixeln. Die Module haben rückwärtige Serviceklappen, wodurch sie deutlich wartungsfreundlicher sind als ihre Vorgänger. Das dünne und sehr leichte UPix-Modul verspricht aufgrund ihres technischen Designs Zuverlässigkeit auch unter härtesten Einsatzbedingungen. Darüber hinaus arbeiten die Module ohne Ventilatoren, so dass sie auch noch weniger Strom verbrauchen. Die tatsächliche Bauzeit in der Arena betrug rund vier Wochen. Dabei wurde eine Woche für den Rückbau des Alten Würfels benötigt. Die Produktion der LEDCON UPix Module war zum Beginn der Arbeiten bereits lange abgeschlossen, so dass ganze 216 Module plangenau geliefert und installiert werden konnten.

 Projektleiter Nils Barthel zeigte sich nach Abschluss der vierwöchigen Bauphase sehr zufrieden: „Das Projekt hatte eine wahnsinnig lange Vorlaufzeit, in der jede Menge zu koordinieren war. Nun hängt der Würfel in 26 Meter Höhe und verspricht den Zuschauern und Fans eine noch bessere Sicht. Unser Kunde Hisense und auch Schalke 04 sind mehr als zufrieden mit unserer Arbeit.
Projektleiter Nils Barthel, LEDCON

 

 

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