Der magische Kessel

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Im Konfuzius Institute in Peking wird Tradition modern vermittelt (Bild: dnp)

Was hätte Konfuzius dazu gesagt, wenn in einem klassischen chinesischen Topf chinesische Kultur über eine Rückprojektion vermittelt würde?

Eine Antwort auf diese Frage werden wir nicht bekommen. Aber Tradition modern zu vermitteln, ist eine gute Gelegenheit, sie vor allem jüngeren Menschen zu erschließen. So geschehen im Hanban/Konfuzius Institute Hauptquartier in Peking. Das Institut ist dem Chinese Ministry of Education zugeordnet und soll chinesische Sprache und Kultur weltweit vermitteln.

Beim Blick in den alten, dreibeinigen riesigen Kessel, in dem gekocht, Dinge aufbewahrt oder in dem rituelle Gaben an die Ahnen überreicht wurden, erwarten die Zuschauer einen eher dunklen und mystisch anmutenden Raum, der die Vorstellungen und die Phantasie anregt. Stattdessen sieht man eine Rückprojektionsscheibe, auf der altertümliche Kultur in Form von klassischer Malerei gezeigt wird.Confucius_4750_500

Da der Auftraggeber mit der bisherigen Installation unzufrieden waren – insbesondere mit Bildqualität und Auflösung –, kontaktierte er zusammen mit dem System Integrator „One Zero“ „Wincomn Technology“, um eine bessere Lösung zu finden. Wincom Technology ist dnp’s chinesischer Partner. Die Entscheidung fiel auf die Supernova One Screen, die schließlich auch die Ausschreibung gewann.

Das „Ding“, so wird der traditionelle Kessel auch genannt, steht mitten im Institut und bietet nun die gewünschte Bildqualität. Die besondere Herausforderung war aber, die Projektionsscheibe so zuzuschneiden, dass es an den Rändern keine sichtbaren Spalte gab.

Die Malereien befinden sich auf einem Medienserver, der als Zuspieler für einen 5000 Lumen Projektor von Sony dient. Der Projektor wird Upside-Down mit Umlenkspiegel betrieben, um die Rückpro-Screen voll auszuleuchten.